Warum ich nicht verstehe, wie man heute noch Aufträge ablehnen kann
Wir leben in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. In Deutschland, in Europa und eigentlich weltweit. Unsicherheit, Zurückhaltung, Chaos auf vielen Ebenen. Und genau deshalb kann ich eine Sache wirklich nicht verstehen. Dass es immer noch Menschen und Unternehmen gibt, die Aufträge ablehnen.
- Nicht, weil sie keine Zeit haben.
- Nicht, weil es unseriös ist.
- Sondern weil der Auftrag angeblich nicht zu hundert Prozent passt.
Gerade im B2B Umfeld erlebe ich das immer wieder. Kunde droht mit Auftrag. Interesse ist da. Budget ist da. Bedarf ist da. Aber statt Lösungen zu finden, wird abgewunken. Zu speziell. Nicht unser Fokus. Passt nicht exakt ins Leistungsportfolio.
Für mich ist das völlig unverständlich.
Warum ich anders ticke
Wenn ein Auftrag kommt, dann sehe ich zuerst die Chance. Nicht die Einschränkung. Auch wenn der Auftrag nicht exakt dem entspricht, was ich am liebsten mache oder perfekt abdecke.
Nicht aus blindem Aktionismus, sondern aus unternehmerischem Denken. Ich habe Vertrauen in mein Netzwerk. In Freelancer. In Kooperationspartner. In Menschen, die genau dort stark sind, wo ich es vielleicht nicht bin.
- Der Kunde bekommt eine Lösung.
- Ich halte den Kontakt.
- Alle profitieren.
Der erste Auftrag muss nicht perfekt sein
Ich habe das selbst mehrfach erlebt. Der erste Auftrag bei einem Kunden war nicht mein Wunschprojekt. Nicht hundert Prozent mein Sweet Spot. Aber ich habe geliefert. Sauber. Professionell. Verlässlich. Auch dann, wenn die Umsetzung teilweise über Partner lief.
Und genau dadurch ist etwas Entscheidendes passiert: Vertrauen!
Der Kunde wusste danach, wie ich ticke. Wie ich denke. Wie ich Probleme löse. Und was folgte, war fast immer dasselbe.
Und der passte dann plötzlich exakt. Inhaltlich. Strategisch. Wirtschaftlich. Genau das, was ich eigentlich machen wollte.
Ohne den ersten Schritt wäre diese Tür nie aufgegangen.
Flexibilität ist kein Zeichen von Schwäche
Manche verwechseln Flexibilität mit Beliebigkeit. Für mich ist es das Gegenteil.
Flexibilität heißt
- Ich denke lösungsorientiert
- Ich nutze mein Netzwerk
- Ich denke unternehmerisch statt starr
Gerade in unsicheren Zeiten entscheidet diese Haltung darüber, ob man wächst oder stehen bleibt.
Wer nur den perfekten Auftrag annimmt, verpasst oft genau den, der ihn dorthin geführt hätte.
Mein Fazit
Der erste Auftrag muss nicht perfekt sein, um langfristig perfekt zu werden. Flexibilität öffnet Türen. Starrheit schließt sie.
Bevor Du also den nächsten Auftrag ablehnst, frag Dich ehrlich:
- Ist es wirklich kein Match. Oder ist es einfach nur unbequem
Manchmal liegt hinter dem nicht perfekten Auftrag genau der, den Du eigentlich willst.