DMEXCO 2026 Recap: Warum Köln für mich wieder zum Pflichttermin geworden ist
Besser spät als nie: Mein DMEXCO Recap 2026 kommt mit etwas Verspätung. Nach den European Affiliate Awards, zwei intensiven Messetagen in Köln und einigen ziemlich vollen Wochen danach musste das Erlebte erst einmal sacken.
Und es gab einiges zu verarbeiten: mehr als 20 geplante Meetings, zahlreiche spontane Gespräche, neue Kontakte und konkrete Business Opportunities.
Nach meiner DMEXCO Pause im vergangenen Jahr steht für mich fest: Die Rückkehr hat sich gelohnt.
Meine 9. DMEXCO und die Rückkehr nach einem Jahr Pause
2026 war tatsächlich bereits meine neunte DMEXCO.
Im vergangenen Jahr hatte ich ausnahmsweise einmal ausgesetzt. Umso gespannter war ich darauf, wie sich die Messe entwickelt hat und ob sie für mich weiterhin den Stellenwert hat, den sie über viele Jahre hatte.
Die kurze Antwort lautet: Ja. Und vielleicht sogar mehr als früher.
Mein Kalender war bereits vor der Anreise ziemlich ordentlich gefüllt. Für die beiden Messetage hatte ich mehr als 20 feste Termine vereinbart.
Dazu kamen vor Ort zahlreiche spontane Treffen und Gespräche. Genau das ist für mich einer der größten Vorteile einer Messe.
Man läuft sich über den Weg, wird einander vorgestellt oder trifft jemanden, mit dem man eigentlich schon seit Jahren einmal sprechen wollte.
Aus einem kurzen „Hallo“ werden plötzlich 20 oder 30 Minuten Austausch.
Und manchmal entstehen genau daraus die spannendsten Möglichkeiten.
Der perfekte Start mit Kölsch & Käsch
Meine DMEXCO begann eigentlich schon einen Tag vor dem offiziellen Messestart. Am Vorabend ging es zum ADCELL Kölsch & Käsch im Früh am Dom.
Und das war für mich genau der richtige Einstieg.
Gutes Essen, Kölsch, eine entspannte Atmosphäre und vor allem genügend Zeit für vernünftige Gespräche.
Bereits dort konnte ich für meine Kunden Butternut Box und Dr. Ansay interessante Kontakte zu potenziellen Partnern knüpfen und mich gleichzeitig intensiver mit dem ADCELL Team austauschen.
Business Networking muss schließlich nicht immer zwischen zwei Messeständen stattfinden. Manchmal funktionieren gute Gespräche bei einem Kölsch sogar deutlich besser. 🍻
Klare Mission für meine Kunden
Ich fahre nicht auf eine Messe, nur um sagen zu können, dass ich da war.
Für mich muss vorher klar sein, was ich erreichen möchte.
Der Schwerpunkt meiner DMEXCO lag deshalb insbesondere auf meinen Kunden moebel.de, Butternut Box und DrAnsay.
Ich wollte bestehende Partner persönlich treffen, neue Publisher kennenlernen und zusätzliche Möglichkeiten für die jeweiligen Affiliate und Performance Marketing Aktivitäten identifizieren.
Und genau das hat funktioniert. Neben vielen Gesprächen mit bestehenden Kontakten konnte ich neue potenzielle Partner kennenlernen und konkrete Ansätze für zukünftige Kooperationen mitnehmen. Darüber hinaus ergaben sich Gespräche über neue Projekte und auch mit potenziellen Neukunden.
Die eigentliche Arbeit beginnt natürlich nach der Messe.
Denn ein Stapel Visitenkarten oder 50 neue LinkedIn Kontakte bringen erst einmal relativ wenig. Entscheidend ist, was anschließend daraus entsteht.
Quality over Quantity
Das ist gleichzeitig eines meiner wichtigsten Learnings dieser DMEXCO:
Quality over Quantity.
Ich brauche keine Messe mit möglichst vielen Tausend Menschen, wenn ich mich anschließend durch Menschenmassen kämpfen muss und kaum vernünftige Gespräche führen kann.
Mir sind 20 oder 30 wirklich relevante Gespräche deutlich lieber. Und genau hier hat sich die DMEXCO aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt.
Natürlich ist auch sie nicht günstig. Die Eintrittspreise sind gestiegen und mit Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Zeitaufwand kommt einiges zusammen.
Trotzdem empfinde ich die DMEXCO weiterhin als gutes Investment, wenn man entsprechend vorbereitet hinfährt.
Denn am Ende kommt es darauf an, was man daraus macht.
Wer morgens ohne Termine auf die Messe läuft und darauf hofft, zufällig die richtigen Menschen zu treffen, wird möglicherweise zu einem anderen Ergebnis kommen.
Wer vorher seine Ziele definiert, relevante Kontakte anspricht, Termine vereinbart und trotzdem ausreichend Raum für spontane Begegnungen lässt, kann aus zwei Tagen enorm viel herausholen.
DMEXCO oder OMR?
Und damit komme ich zu einem Punkt, bei dem sich meine persönliche Einschätzung in den vergangenen Jahren durchaus verändert hat.
Für mich läuft die DMEXCO der OMR langsam wieder den Rang ab.
Das hätte ich vor einigen Jahren wahrscheinlich so nicht geschrieben.
Die OMR ist ohne Frage ein beeindruckendes Event. Man kann dort mit der richtigen Vorbereitung weiterhin sehr gutes Business machen und relevante Menschen treffen.
Aber mein persönlicher Eindruck ist, dass sich das Verhältnis zunehmend verschiebt.
Die OMR ist für mich mittlerweile stärker Event, Entertainment und gesellschaftliches Happening geworden. Influencer, Prominente, große Inszenierungen und das Drumherum nehmen sehr viel Raum ein.
Marketing und digitales Business sind natürlich weiterhin vorhanden. Für mich stehen sie aber nicht mehr so eindeutig im Mittelpunkt wie früher.
Und gleichzeitig sind die Kosten rund um die OMR enorm gestiegen.
Bei der DMEXCO sind die Preise ebenfalls gestiegen. Für mein Empfinden bewegt sich das Gesamtpaket aber noch in einem nachvollziehbareren Verhältnis zum möglichen geschäftlichen Nutzen.
Vor allem hatte ich in Köln dieses Jahr das Gefühl: Hier geht es noch sehr stark ums Business. Partner treffen. Publisher kennenlernen. Kunden sprechen. Projekte diskutieren. Deals vorbereiten. Ideen austauschen. Genau dafür fahre ich auf eine Marketingmesse.
People do business with people
Denn trotz aller Digitalisierung bleibt für mich ein Grundsatz bestehen: People do business with people.
Wir können nahezu alles über Google Meet, Teams, WhatsApp, Slack oder E Mail erledigen.
Das ist effizient und aus unserem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Aber es ersetzt nicht das persönliche Gespräch.
Gerade im Affiliate und Performance Marketing arbeitet man teilweise über viele Jahre miteinander, ohne sich regelmäßig persönlich zu sehen.
Umso wertvoller sind die Momente, in denen man tatsächlich gemeinsam an einem Tisch sitzt.
Man versteht sein Gegenüber anders. Gespräche entwickeln sich anders. Und häufig entstehen Ideen, auf die man im nächsten 30 Minuten Videocall vermutlich nicht gekommen wäre.
OMClub durfte natürlich nicht fehlen
Nach einem ziemlich vollen ersten Messetag ging es abends natürlich noch zum OMClub.
Auch das gehört für mich zur DMEXCO dazu.
Viele bekannte Gesichter, neue Kontakte und Gespräche, die eigentlich nur fünf Minuten dauern sollten und dann doch deutlich länger werden. Natürlich ist das weniger strukturiert als ein Meeting am Messestand.
Aber Networking funktioniert eben nicht nur zwischen 10 und 18 Uhr.
Manchmal entstehen die besten Gespräche dann, wenn der offizielle Teil längst vorbei ist.
Sogar die Unterkunft war ein Volltreffer
Und dann gab es noch ein kleines persönliches DMEXCO Highlight. Meine Unterkunft.
Ich hatte tatsächlich ein bezahlbares Airbnb gefunden, das nur eine Station vom Kölner Hauptbahnhof entfernt lag.
Wer schon einmal während einer großen Messe versucht hat, kurzfristig eine vernünftige und bezahlbare Unterkunft in Köln zu bekommen, kann ungefähr einschätzen, wie sehr ich mich darüber gefreut habe. 😅
Das war fast schon ein kleines kölsches Wunder. Und ja, wenn es nächstes Jahr verfügbar ist, würde ich es sofort wieder buchen.
Mein Fazit zur DMEXCO 2026
Nach einem Jahr Pause war meine neunte DMEXCO für mich ein voller Erfolg.
Mehr als 20 geplante Termine, zahlreiche spontane Gespräche, neue Publisher und Partner für meine Kunden, bestehende Kontakte vertieft, neue Projekte besprochen und einige potenzielle Neukunden kennengelernt.
Dazu Kölsch & Käsch, OMClub und viele persönliche Begegnungen mit Menschen, die ich teilweise schon seit Jahren kenne.
Genau deshalb bleibt mein Fazit: Eine Messe ist immer das, was man daraus macht.
Die DMEXCO kostet Geld. Sie kostet Zeit. Und zwei komplett durchgetaktete Tage können ziemlich anstrengend sein.
Aber wenn daraus neue Partnerschaften, neue Projekte und langfristige Geschäftsbeziehungen entstehen, ist sie für mich ein Investment und keine Ausgabe.
Und aktuell gefällt mir die Entwicklung der DMEXCO ausgesprochen gut. Sie wirkt für mich wieder stärker fokussiert auf das, was ich von einer Veranstaltung für die Digitalwirtschaft erwarte: relevante Menschen, relevante Themen und echtes Business.
Dazu kommt, dass ich Köln einfach mag.
In diesem Sinne: Danke Kölle. War schön mit Dir. 🍻 Und die Entscheidung für nächstes Jahr ist eigentlich schon gefallen: DMEXCO 2027? I’ll be back. 🚀