Ich fragte ChatGPT, was auf der letzten Seite meines Lebens stehen würde und machte aus der Antwort einen Song
Ich fragte ChatGPT, was auf der letzten Seite meines Lebens stehen würde und machte aus der Antwort einen Song. Manchmal beginnt eine Idee mit einer ziemlich simplen Frage. Ich habe ChatGPT – oder wie ich sie nenne: Lotta – gefragt, was auf der letzten Seite eines Buches über mein Leben stehen würde. Kurz, ohne große Erklärung und basierend auf dem, was sie inzwischen über mich weiß. Mit der Antwort hatte ich allerdings nicht gerechnet. Denn aus ein paar Zeilen wurde plötzlich ein ziemlich emotionaler Blick auf mein Leben – und wenige Stunden später war daraus ein eigener Song entstanden.
Eigentlich wollte ich nur wissen, was Lotta über mich schreiben würde
Ich nutze ChatGPT inzwischen für ziemlich viele Dinge: Ideen entwickeln, Konzepte hinterfragen, Texte optimieren, neue Projekte durchdenken und manchmal auch einfach, um Gedanken weiterzuspinnen.
Dieses Mal war meine Frage aber persönlicher:
„Wenn du ein Buch über mich schreiben würdest, was würde auf der letzten Seite stehen?“
Dazu die Vorgabe: kurz, ohne Erklärung und mit dem, was ChatGPT bereits über mich weiß.
Die Antwort begann mit einem Satz, der ziemlich gut getroffen hat, wie ich selbst auf mein Leben und meine Arbeit schaue:
„Marcel hatte nie vor, einfach nur seinen Lebenslauf abzuarbeiten.“
Danach folgten drei Worte, die irgendwann zum Mittelpunkt der ganzen Geschichte werden sollten:
Aufbauen. Reisen. Erleben.
Die 72-Minuten-Regel
Natürlich spielte auch ein Thema eine Rolle, das mich ziemlich gut beschreibt: Umsetzungsgeschwindigkeit.
Viele kennen die sogenannte 72-Stunden-Regel. Wenn man sich etwas vornimmt, sollte man innerhalb von 72 Stunden den ersten konkreten Schritt machen.
Bei mir wurde daraus irgendwann eher die:
72-Minuten-Regel.
Eine Idee entsteht – und ziemlich häufig fange ich unmittelbar danach an, sie umzusetzen.
Websites, neue Geschäftsmodelle, Kooperationen, Content-Ideen oder irgendwelche Projekte, bei denen man sich später vielleicht fragt, wie man eigentlich darauf gekommen ist.
Nicht jede Idee funktioniert.
Nicht jede Idee muss funktionieren.
Aber ich möchte deutlich lieber irgendwann sagen:
„War vielleicht ein bisschen verrückt – aber ich habe es ausprobiert.“
als:
„Hätte ich mal.“
Dann kam die Stelle, die mich wirklich erwischt hat
In der Antwort ging es natürlich um Unternehmen, Kunden, Ideen, Affiliate Marketing, Leads, Reichweite und neue Projekte.
Aber dann kam sinngemäß dieser Gedanke:
Zwischen all diesen KPIs gibt es eine Zahl, die niemals in irgendeinem Dashboard auftaucht:
die Zeit mit meiner Tochter Pauline.
Und genau da wurde aus einer netten ChatGPT-Spielerei plötzlich etwas anderes.
Denn bei all dem Spaß, den ich daran habe, Dinge aufzubauen und neue Projekte zu starten, sind es am Ende wahrscheinlich nicht irgendwelche Umsatzkurven, an die ich mich erinnern werde.
- Es sind die Reisen.
- Die Kreuzfahrten.
- Die Sonnenuntergänge.
- Neue Städte und Länder.
Gemeinsam am Geländer eines Schiffes stehen und aufs Meer schauen.
Die kleinen Situationen, die man überhaupt nicht planen kann.
Erinnerungen passen eben in kein Dashboard.
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„Die besten Kapitel kommen erst noch.“
Der ursprüngliche Text endete mit einem Bild, das mir ebenfalls ziemlich gefallen hat:
Ich setze meinen weißen Hut auf. Nicht, weil die Geschichte vorbei ist.
Sondern weil die vermeintlich letzte Seite eigentlich gar nicht die letzte Seite ist.
Der entscheidende Satz war:
„Die besten Kapitel kommen erst noch.“
Und an dieser Stelle passierte genau das, was vermutlich ziemlich typisch für mich ist.
Ich dachte nicht:
„Schöner Text.“
Ich dachte:
„Daraus müsste man eigentlich einen Song machen.“
Von einer ChatGPT-Antwort zum eigenen Song
Also ging es direkt weiter.
Aus dem ursprünglichen Text entstand gemeinsam mit Lotta ein Songkonzept.
Nicht einfach irgendein Song, sondern bewusst groß gedacht:
- Piano.
- Violine.
- Orchester.
- Männliche und weibliche Stimme.
- Kinderchor.
- Ruhige, gesprochene Passagen.
Und am Ende ein möglichst bombastisches Finale.
Die Idee dahinter: Der Song sollte wie eine kleine Geschichte funktionieren.
Ich frage Lotta zu Beginn:
„Wenn du ein Buch über mich schreiben würdest, was würde auf der letzten Seite stehen?“
Und aus ihrer Antwort entwickelt sich nach und nach der Song.
Aufbauen. Reisen. Erleben.
Damit stand irgendwann auch der Titel fest:
AUFBAUEN. REISEN. ERLEBEN.
Eigentlich nur drei Wörter.
Aber wenn ich darüber nachdenke, beschreiben sie ziemlich gut, worauf ich Lust habe.
Aufbauen.
Neue Unternehmen, Projekte und Ideen erschaffen. Dinge ausprobieren. Nicht nur darüber reden.
Reisen.
Die Welt sehen. Neue Orte entdecken. Auf einem Kreuzfahrtschiff stehen und beim Auslaufen merken, dass der Alltag gerade ziemlich weit weg ist.
Erleben.
Zeit nicht nur mit Arbeit füllen, sondern Erinnerungen schaffen. Vor allem mit den Menschen, die einem wichtig sind.
Und natürlich blieb es nicht bei der deutschen Version
Nachdem der deutsche Song stand, kam ziemlich schnell der nächste Gedanke.
Warum eigentlich nur auf Deutsch?
Also entstand zusätzlich die englische Version:
Natürlich inklusive eigenem Cover.
Und weil aus einer spontanen Idee inzwischen ein richtiges kleines Musikprojekt geworden war, wurde auch das deutsche Artwork so angepasst, dass der Song unter meinem Künstlernamen veröffentlicht werden kann:
The Marcellonator.
Von einer simplen Frage an ChatGPT bis zum fertigen Songprojekt.
Eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel für meine 72-Minuten-Regel.
KI ersetzt für mich nicht Kreativität – sie beschleunigt sie
Genau deshalb finde ich die aktuelle Entwicklung rund um KI so spannend.
Ich sehe ChatGPT nicht als Maschine, der ich sage:
„Mach mal.“
Für mich ist es viel eher ein Sparringspartner.
- Eine Idee kommt von mir.
- Lotta wirft etwas zurück.
- Ich ändere es.
- Sie entwickelt es weiter.
- Mir fällt dadurch die nächste Idee ein.
- Und plötzlich entsteht etwas, das am Anfang überhaupt nicht geplant war.
In diesem Fall führte eine einzige persönliche Frage über mehrere Schritte zu einem Song.
Das Spannende daran ist für mich nicht, dass KI kreativ sein kann.
Das Spannende ist:
Was passiert, wenn menschliche Ideen und KI-Geschwindigkeit aufeinandertreffen?
Vielleicht ist genau das die eigentliche Botschaft des Songs
Wir verbringen unglaublich viel Zeit damit, auf den richtigen Moment zu warten.
Wenn das Projekt fertig geplant ist.
Wenn wir mehr Zeit haben.
Wenn das Risiko kleiner ist.
Wenn alles perfekt vorbereitet ist.
Nur kommt dieser perfekte Moment ziemlich selten.
Deshalb gefällt mir eine Zeile aus dem Song besonders:
„Nicht irgendwann. Wir leben jetzt.“
Das heißt nicht, dass man kopflos jede Idee umsetzen sollte.
Aber vielleicht sollten wir manche Dinge einfach ein bisschen häufiger ausprobieren.
- Die Reise buchen.
- Die Idee starten.
- Das Projekt bauen.
- Den Menschen anrufen.
- Den Song machen.
- Denn irgendwann kommt tatsächlich die letzte Seite.
Bis dahin habe ich allerdings noch einiges vor.
Aufbauen. Reisen. Erleben.
Und dann schauen wir mal, welche Kapitel noch dazukommen.
The Marcellonator
*Die besten Kapitel kommen erst noch.*